Die Wiedergeburt der Helden #15: Die Rückkehr

    Von:
    Peter David / Salvador Larroca
    Verlag:
    Panini Verlags GmbH, Nettetal
    Seiten:
    100
    Preis:
    DM 9,95

    Veröffentlichung:
    03/2000




    Nach den letzten Heften der Rächer, der Fantastischen Vier, Iron Mans und Captain Amerikas durfte man sich mit Berechtigung fragen: "Wars das?" Es wurde nicht erklärt, wie die Helden wieder in die eigentliche Marvel-Welt zurückkamen. Das neue Marvel-Special klärt auf: Dreh- und Angelpunkt ist Franklin Reed, Sohn von Mr. Fantastic und der Unsichtbaren.

    Schon öfters spielte der Marvel-Verlag mit dem Sprössling der Reeds, und immer war es problematisch, einen Helden mit unendlichen Kräften auszustatten. Franklin besitzt diese allumfassende Macht. Aus Angst um seine Eltern erschuf er am Ende der Onslaught Saga eine Parallelwelt, um den Nicht-Mutanten ein Weiterleben zu ermöglichen. Doch das bringt das kosmische Experiment der Celestials durcheinander. Und so wird Franklin aufgefordert, eine Welt zu vernichten.

    Harter Tobak für ein kleines Kind. Überbringerin der schlechten Nachricht ist Ashema, eine Celstial. Um das Kind nicht weiter zu verschrecken, erscheint sie Franklin als Mensch. Doch sie lernt mehr in diesem Abenteuer, als sie will. Gezwungenermaßen wird sie immer menschlicher und ermöglicht letztendlich das Weiterbestehen der von den Helden befreihten Kunstwelt. Mal wieder spielt Dr. Doom eine wichtige und undurchsichtige Rolle und bereitet so ganz nebenbei den Boden für eine Neudefinition der Serie Thor.

    Ganz im Stil der Geschichten mit dem "X" im Titel ist die in diesem Heft veröffentlichte Miniserie sehr gefühlesbetont. Das bedeutet nicht, dass auf Action verzichtet wird. Wer die X-Men liest, weiß, dass Marvel gerne und gekonnt Geschichten für Tränendrüsen und Actionfans gleichermaßen macht. Der Unterhaltungswert wird aber nie durch unnötige Tiefe der Geschichten gestört, dafür gibt es schließlich genug andere Comics (die im Übrigen gerne bei 2001 verramscht werden).

    Zeichnerisch ist Larroca, der Stammzeichner der nächsten Fantastischen-Vier-Hefte, verantwortlich. Dessen Bilder tun nicht weh und sehen wie die üblichen X-Titel aus. Obwohl in dieser Geschichte alle wiedergeborenen Helden vereint sind, kommen eigentlich nur die Fantastischen Vier und Iron Man zum Einsatz. Der Rest verkommt zur Staffage und muss halt mit, wenn die Serie halbwegs sinnvoll begründet in die nächste Runde gehen soll. Markttechnisch geschickt, wie auf diese Weise immer wieder neue 1er-Nummern produziert werden. Da lacht das Sammler- und das Verkäuferherz.

    Fazit:
    Marvel Special erzählt die notwendige Geschichte, wie die Helden in die ""normale"" Welt zurückkommen, gekonnt und spannend. Kein Meilenstein, aber eine wichtige Nummer für Marvel-Fans.

     
     

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