Die Meta-Barone V: Eisenhaupt der Großvater

    Von:
    Jodorowsky / Gimenez
    Verlag:
    Feest Comics, Stuttgart
    Seiten:
    64
    Preis:
    DM 19,80

    Veröffentlichung:
    04/1999




    "Eisenhaupt der Großvater" ist der fünfte Band der großen Saga um das Geschlecht der Metabarone. Und auch in diesem Album fröhnen der Autor Jodorowsky und Gimenez, der Zeichner, ihrer Liebe für das Große - große Gefühle, großartige Bilder und große Brüste.

    Wir erinnern uns: Am Schluß des letzten Bandes standen sich Vater und Sohn im Zentrum einer großen Schlacht gegenüber. Der eine als Champion der Menschen, der andere als Kämpfer für die Phtaguren. Der Sieger im Kampf der Generationen besiegelt das Schicksal eines ganzen Imperiums. Letzendlich obsiegt die Gefühlslosigkeit Eisenhaupts und die Phtaguren begehen kollektiven Massenselbstmord. Die innere Kälte, die ihm diesen Sieg bescherte ist auch sein größter Fluch. Als er erkennt, daß er zur Liebe unfähig ist, setzt der kopflose Metabaron alles daran, diesen Zustand zu beenden. Als ihm dies gelingt, steht Eisenhaupt einem neuen Problem gegenüber: Die Dame seines Herzen ist die Tochter eines Mannes, den er noch kaltblütig niedermähte. Um die Liebe dieser Frau zu erringen, setzt er all seine Macht und alle Hebel in Bewegung. Sogar den gemeuchelten Vater bringt er wieder in das Reich der Lebenden zurück.

    Es wird also wieder kräftig in den Gefühls-Topf gegriffen. Glücklicherweise ist der Gewaltfaktor niedriger als im ultra-brutalen Band vier. Das bedeutet aber noch lange nicht, daß nicht auch hier Blut in Massen fließen könnte. Besonders als Eisenhaupt seine Mutter verstümmelt, um seinen Vater aus der Reserve zu locken, sollten zarte Gemüter schnell weiterblättern.

    Gimenez versteht es wie kaum ein anderer, das Sujet "Space Opera" mit Bildern auf den Punkt zu bringen. Riesige Flotten im All, gigantische Bauten auf fremden Planeten oder gehirn-saugende Weltall-Vampire, Gimenez beherrscht die Sprache der Science-Fiction-Pulps. Waffenstarrende Kampfanzüge und Raumschiffaggregate werden zur Realität in seinen Bildern. Kaum etwas, außer den schon erwähnten Brüsten, ist makellos. Ähnlich dem Grundmotto aus "Krieg der Sterne" - nur was gebraucht aussieht, sieht echt aus - hat alles Dreckspuren. Kaum ein Verlauf ist glatt, wolkige Oberflächen verleihen dieser Fantasy Authentizität.

    Fazit:
    Wer keine Angst vor großen Gefühlen und einer gehörigen Menge Blut und Grausamkeit hat, sollte sich die Saga um die Metabaron einmal ansehen. Nichts für Pazifisten!

     
     

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