Sandman - Ewige Nächte

    Von:
    Neil Gaiman und eine Auswahl der besten Comic-Zeichner
    Verlag:
    Panini Verlags GmbH, Nettetal
    Seiten:
    164
    Preis:
    19,95 €

    Veröffentlichung:
    01/2007




    Neil Gaiman hat mit seiner Idee, Geschichten zu erzählen die über Geschichten erzählen in Amerika dem Mainstream Comic um eine neue Spielart bereichert. Dabei war stets die Geschichte im Vordergrund und die Zeichner kamen erst an zweiter Stelle.

    Nun ist Sandman schon lange abgeschlossen, diese Serie aber immer noch die Empfehlung, wenn es um amerikanische Comic-Geschichten mit dem etwas Mehr geht. Sieben Jahr, nachdem die Originalserie mit der Nummer 75 zu Ende ging, veröffentlichte DC im Jahr 2003 den wunderschönen Band „Endless Night“. Hier werden die Hauptpersonen aus Sandman und damit die den Menschen und deren (also unsere) Geschichten bestimmenden Gefühle und Ängste von passend ausgewählten Zeichnern in Geschichten von Gaiman portraitiert.

    Es beginnt mit dem Tod. Der wird in dieser vom Altmeister des esoterisch angehauchten Comics Craig Russel gezeichnet. Eigentlich ist es eher die Umgehung des Todes. Und wie bei Gaiman nicht unüblich, ist es nicht eine Geschichte, sonder es sind derer zwei, die natürlich zusammengehören.

    Seltsamer Weise folgt die Begierde dem Tod, wo es doch im echten Leben meist umgekehrt kommt. Desire wird vom besonders im pornografisch gern kopierten Milo Manara gezeichnet. Kein Wunder, erkennt man seine Bilder an der stets gleich dargestellten nackten Frau mit den lockigen Haaren. Klar ist Manara ein Könner, und seine Comics sind klasse, aber die Eintönigkeit seiner perfekten Titten ist einzigartig.

    Das Delirium von Sienkiewiecz gezeichnet ist, versteht man falls man diesen Zeichner nicht kennt nach dem ersten Panel sofort und der aktuell von „All-Star Superman“ bekannte Frank Quitely gestaltet die letzten Seiten dieses Bandes, die dem Gott Destiny gewidmet sind. Absolut atemraubend schön!

    Sicherlich machen diese kurzen aber in sich geschlossenen Episoden für den im Sandman Universum bereits Bewanderten mehr Sinn, aber auch der Novize hat vor allem wegen der vielen guten Zeichner seine Freude. Und dabei haben wir gar nicht alle an diesem Band beteiligten Künstler in dieser kurzen Rezension erwähnt.

    Fazit:
    Schön ist das treffende Attribut für diesen Comic: Schöne Geschichten schön kurz und schön bebildert, mit einem schönen und erklärenden Vorwort.

     
     

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