Top 10

    Von:
    Alan Moore / Gene Ha / Zander Cannon
    Verlag:
    SPEED Comics im Verlag Thomas Tilsner, Bad Tölz
    Seiten:
    176
    Preis:
    EURO 20,-

    Veröffentlichung:
    04/2005




    Wow! Super Bilder, Action, Superhelden, Crime und irgendwie echte Menschen. So müssten Marvel Comics aussehen, wenn sie heute neu erfunden würden.

    Hier also die Top 8 Gründe, warum Top 10 toll ist, und zwei Gründe, die daran nicht besonders viel ändern.

    Top (-)1
    Die Übersetzung. Die ist sehr rau, uninspiriert, lustlos. Zum Beispiel wenn „[...] Antares ist ziemlich fremd" – das ist nicht falsch, aber seltsam würde es besser treffen.

    Top (-)2
    Der Band liest sich trotz der zugrunde liegenden Einzelhefte wie aus einem Guss, bis kurz vor Schluss, da gibt es mit dem Weihnachtsmann einen deutlichen Bruch.

    Top 3
    Die Bilder. Perfekt und nicht zu glatt und bietet tolle Perspektiven. Sie lassen die seltsame Welt des 10. Reviers richtig echt aussehen.

    Top 4
    Der Einstieg. Mit der eher unscheinbaren Robyn lernt der Leser diese neue Welt kennen. Stück für Stück geht es immer tiefer in die Psyche der verschiedenen Akteure. Die lesbische Phantom, der verschlossene Smax, der vertrottelte Shock-Headed Peter und so weiter.

    Top 5
    Der Humor. Ein besoffener Riesengorilla vor dem Revier muss plötzlich kotzen – große Schweinerei.

    Top 6
    Die Härte. Die ist da, abgeschnittene Köpfe, Schlägereien – alles da. Aber eben nicht zum Selbstzweck.

    Top 7
    So viele bekannte Superhelden. Balonboy ist ein alter Eheman, der gerne mal zu Huren geht, Walance und Gromit fahren durch ein Bild und der Martian Manhunter und seine Mäuse Liga.

    Top 8
    Die verschiedenen Handlungsstränge. Die Mordserie unter den Prostituierten, der unsichtbare Grabscher, Smax Vergangenheit – und irgendwie passt alles zusammen.

    Top 9
    Logik. Angefahren aber irgendwie passen: Um die Mäuseliga zu bekämpfen, werden die Superkatzen angekarrt. Noch Fragen?

    Top 10
    Die Bedeutung von Religion. Der an Zen glaubende Taxifahrer, der eine Augenbinde trägt, um sich nicht von irdischen Sachen irritieren zu lassen und Gott, der Satan die Welt überlassen hat – wie im echten Leben.

    Fazit:
    Frischzellenkur für das Superheldengenre.

     
     

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