Die Fantastischen Vier #1 (mal wieder)

    Von:
    Pacheo / Grummet / Loeb
    Verlag:
    Panini Verlags GmbH, Nettetal
    Seiten:
    68
    Preis:
    € 4,-

    Veröffentlichung:
    03/2003




    Oh je, da haben die Meister des Action-Comics in Amerika was angerichtet: Nuff Said, seit Wochen auf der Marvel-Homepage angekündigt, ist jetzt als Comic da. "Ihr habt die Sprechblasen vergessen", skandierten die erschrockenen Massen im Comicforum und auch im Verlag gingen diverse Beschwerden ein. Was war geschehen? Hier und da müssen alte Konzepte aufgefrischt werden. Jubiläums-Nummern werden dafür gerne genommen. Diesmal waren es keine besonderen Cover oder andere Goodies, diesmal wurden Geschichten ganz ohne Text erzählt. Also nichts vergessen, sondern Absicht.

    Sprachlos wird die aktuelle Situation im Baxter Building präsentiert: Ben Grim hat menschliche Gestalt, Sue ist schwanger, Reed arbeitet im Labor (wann tut er das nicht?) und Johnny ist Film-Held in der Rolle des "Rawhide Kid". Das ist übrigens eine nette Werbung für den in den Staaten wieder anlaufenden Cowboy-Comic. Dann eine Rückblende in Sepia-Tönen. Sue wird das erste Mal unsichtbar, Johnny setzt ein Klo in Flammen, Ben trifft auf die Yancy-Street-Bande und zusammen erleben sie den alles verändernden Raumflug noch einmal. Nichts neues, aber für Neueinsteiger interessant und mit Pointe.

    Aber keine Angst, es gibt in der neuen Nummer eins der Fanta Vier auch Sprechblasen. "Jubiläumsgeschenk" verbindet Anime-Stil mit "Daredevil Gelb"-Farbgebung – einfach schön. Danach noch 22 Seiten Superhelden wie wir sie kennen. Die Fantastischen Vier, die Inhumans, die wieder auf die Erde zurückkehren, und außerirdische Bösewichter in ordentlicher Manir gezeichnet – gute Unterhaltung.

    Warum schon wieder eine Nummer eins? Die Verlagsversion: Um neuen Lesern den Einstieg zu erleichtern; die andere Version: Den Superhelden geht es in Deutschland schlecht und Nummer Einsen verkaufen sich einfach besser und halten die Käufer wieder eine Zeit lang bei der Stange. Das ist nichts verwerfliches, so wird das Überleben der Spandexträger wieder für ein Weilchen gesichert. Dankeschön.

    Für die Käufer gibts als kleines Präsent ein Cover von Barry Windsor Smith, der ja leider mit seinem Storyteller-Projekt einen kompletten Absturz erlebte. Vielleicht sieht man nun mehr von diesem Künstler. Auch Sienkiewicz zeichnet ja immer mal wieder. Leider nicht in alter innovativer Qualität, aber es wird die Miete bezahlen.



    Fazit:
    Superheldenkost ohne große Überraschungen, gut und unterhaltsam. Die Sprechblasen wurden auf den ersten 22 Seiten nicht vergessen, das war so gewollt - und ist einen Blick wert.

     
     

    Comic-Liste

    Free Joomla! templates by AgeThemes | Documentation
    Cookies make it easier for us to provide you with our services. With the usage of our services you permit us to use cookies.
    Ok Decline