Batman präsentiert #2: Arkham Asylum

    Von:
    Grant / Taylor
    Verlag:
    Dino Verlag, Stuttgart
    Seiten:
    48
    Preis:
    DM 6,90

    Veröffentlichung:
    12/1999




    Arkham Asylum ist das Gefängnis für die verrückten Superschurken aus dem Batman-Universum. Alles was Rang und Namen hat, hat hier schon einmal eingesessen. Zur Zeit sind das neben dem Joker noch zum Beispiel der Riddler, die Vogelscheuche, Killer Croc, Mr. Zsasz, Vox und Samantha.

    Das Erdbeben, welches Gotham in eine Trümmerlandschaft verwandelt hat, verschonte auch nicht diese besondere psychiatrische Anstalt. Durch einen kurzzeitigen Stromausfall kommen einige der Insassen frei und einige Wärter dabei ums Leben. Nur der junge Greg, der seit zwei Tagen als Wärter in Arkham arbeitet, überlebt den Ausbruch. Doch das ist nicht unbedingt sein Glück, denn er befindet sich in der Hand der geistig Verwirrten, die ein übles Spiel mit ihm treiben. Statt ihn sofort zu töten, veranstalten sie unter der Führung des Jokers einen Wettstreit: Wer Greg die fürchterlichste Geschichte erzählt, darf den Mord begehen.

    So erzählen also die Verbrecher nacheinander ihre Geschichten, von denen keine den jungen Wärter kalt lässt. Alles endet mit einer entsetzten Braut, die ihren Greg kaum wieder erkennt.

    Schon die Story beweist eine Eigenständigkeit, hinter der die Zeichnungen nicht zurückstehen. Dave Taylor gelingt es in diesem Groschenheft seine Geschichte zu zeichnen. Abwechslungsreich aber mit einem typischen Strich illustriert er selbstbewusst die Story von Alan Grant, einem der Meister seines Fachs. Der Grundton ist morbide und fleischig, aussagekräftige Gesichter und verhalten textuirte Hintergründe bestimmen die Seiten.

    Die Farben sind abgetönt und nicht zu knallig, was gut zum Ganzen passt. Jede Geschichte der Verbrecher hat seine eigene Bild-Sprache, mal im Funny-Stil, mal abstrakt. Trotzdem zerfällt die Geschichte dadurch nicht - gerade das macht das Besondere dieses Heftes aus. Zwei Kurzgeschichten bilden den Schluss; von denen ist zwar eine von Sienkiewicz, sie würde dem Leser aber auch nicht besonders fehlen, wenn das Heft acht Seiten dünner wäre.

    Batman präsentiert #2 - Arkham Asylum überrascht mit seinen Bildern und der irrwitzigen Story - Lesen!



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