Luc Orient - Reise in die Hölle

    Von:
    Paape
    Verlag:
    Salleck Publications, Wattenheim
    Seiten:
    48
    Preis:
    DM 49,80

    Veröffentlichung:
    07/2001




    Das ist Comic-Nostalgie de Luxe! Luc Orient ist zurück! Nach seinen Abenteuern auf der Arche sind die Mitarbeiter von Eurokristal wieder auf der Erde, das bedeutet aber nicht, das es jetzt ruhiger zugeht bei Hugo, Luc und
    Lora.

    Diesmal geht es per Zeitmaschine in die Vergangenheit. Der neue Eurokristall-Komplex steht über den Ruinen einer deutschen Forschungseinrichtung. Kala hat die Versuche der besiegten Frankreichbesetzter analysiert und fortgeführt. Als dann noch ein Historiker Bilder von Luc in Wehrmachtsuniform zeigt ist der Kurs für diese Geschichte schon festgelegt: Luc reist, nicht ohne den Widerstand und seltsamerweise auch durch ihr Engagement in die letzten Tage des zweiten Weltkrieges. Hier stellt er irritiert fest, dass es mehr Deutsche gab, die den Krieg und die Nazi-Herrschaft hinter sich haben wollten, als er dachte.

    Nach Dan Cooper bringt Salleck nun einen weiteren Heroen der Zack Ära mit neuem Abenteuer als Zack-Box heraus. Man merkt der Geschichte das hohe Alter des Schöpfers Paape an. Der Strich ist runder geworden und die gGschichte ist nicht immer schlüssig. Besonders Lora verhält sich merkwürdig. Zuerst ist sie mehr als ängstlich und wehrt sich gegen den Gedanken, Luc in die Vergangenheit zu schicken, stellt die Männer aber vor vollendete Tatsachen, als sie selbst den Auslöser der Zeitmaschine drückt. Erfreulich ausgewogen ist die Darstellung der Deutschen, die ja in ausländischen Produktionen immer wieder als dümmliche Herdentiere geschildert werden.

    Eckart Schott, der Kopf hinter Salleck Publications bringt nicht nur den neuen Paape Comic in unsere Lande, er bringt dem Zeichner gleich mit. So hatte der Speyerer Comicstammtisch beinahe eine Privataudience bei dem belgischen Zeichner. Nachdem er geduldig zwanzig Alben signierte und mit einer Zeichnung versah, fand der freundliche Herr noch Zeit, einen anwesenden Hobby-Zeichner eine ausführliche Kritik zukommen zu lassen. Dabei gab es viel über die Basics des belgischen Comics zu hören.

    Für die fünfzig Mark bekommt man nicht nur die Geschichte im ordentlichen Hardcover Einband. Dem Album liegt ein ebenfalls limitierter Druck Paapes bei. Da macht die Nostalgie gleich doppelt Spaß.

    Den Band gibt es auch als Softcover ohne Druck für DM 19,80.

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