Cable - Die Hellfire Jagd

    Von:
    Joe Casey / Ladronn
    Verlag:
    Panini Verlags GmbH, Nettetal
    Seiten:
    68
    Preis:
    DM 5,95

    Veröffentlichung:
    04/2000




    Der Titel des Heftes ist Wolverine, aber dieser jhgzp_content bezieht sich ganz alleine auf Cable, und das, weil diese (Zweit-)Serie es verdammt verdient hat! Cable ist das Kind von Scott Summers und Madelyne Pryor (da war etwas von wegen der echten oder der anderen) stammt aber aus der Zukunft und reiste in die Vergangenheit um die Schandtaten von Apokalypse zu verhindern, weckte diesen Bösewicht aber mit seiner Ankunft.

    Verwirrt??? Dann sind Sie kein X-Men Leser, denn die lassen sich durch solche einfach zu durchschauenden Zusammenhänge schon lange nicht mehr aus der Ruhe bringen (da muss schon ein Traum eines Superhelden in einer Parallelwelt, in dem die Tochter des Vaters den Opa durch einen Raum-Zeit-Riss vor einer großen Gefahr warnt oder so her - krieg ich jetzt Autorenhonorar von Marvel?).

    Cables Kräfte? Gedankenlesen, Waffen abfeuern, die Zukunft kennen - letztendlich egal. Denn neben der spannenden Story begeistert Cable vor allem durch die atemberaubenden Bilder des Zeichners Ladronn. Dem unverzagten Leser wird er schon im Marvel/DC-Crossover "Spiderboy" aufgefallen sein. Was Ladronn auszeichnet ist der Detail-Overkill. Keine Ecke des Hintergrundes bleibt ohne Schnörkel. Egal ob Redaktionsfußboden, auf dem es von Papierschnipseln und Klebeband wimmelt oder ob im Regal jede Menge Bücher stehen, die man allerdings nur halb sieht, weil ein Geschirrset mit Kaffeekanne, Zuckerschüssel, Milchkännchen und so weiter davor steht. Alles natürlich mit Verziehrung und Lichteffekt - versteht sich von selbst bei Ladronn.

    Das zweite Merkmal seiner Bilder sind die gewaltigen Explosionen. Feuerwände stoßen die Akteure durch die Gegend, Mauerstückchen fliegen den Helden im Kugelhagel um die Ohren, Comic-Action vom Feinsten. Die klobigen Finger sind deutliche Hommage an den Meister Jack Kirby, doch wie bei Don Rosa, der den Altmeister der Duckschen Geschichten Carl Barks zeichnerisch verehrt, dabei aber moderner ist, schafft es Ladronn, den entscheidenden Tick aktueller und frischer zu sein um sich trotz aller Anleihen eigenständig zu präsentieren.

    So macht es einfach Spaß der rasanten Geschichte zu folgen, in der Cable und die hübsche Reporterin nach der Schweiz reisen, um dem im Keller eines Schlosses nicht mehr ruhenden Geheimnis auf die Spur zu kommen. Hinter allem steckt die Gier nach Macht. Die Herren des Hellfire-Clubs möchten sich der Macht Apokalypses bemächtigen und gehen dabei Risiken ein, die der ganzen Menschheit gefährlich werden könnten.

    Furiose Bilder und packende Spannung - Cable ist weit mehr als "nur" ein Zweitgeschichte, um das Wolverine-Heft vollzumachen. Unbedingt antesten!!!!



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