Young Avengers – Sidekicks

    Von:
    Heinberg & Cheung
    Verlag:
    Panini Verlags GmbH, Nettetal
    Seiten:
    148
    Preis:
    € 14,95

    Veröffentlichung:
    07/2006




    Die Rächer sind Geschichte. Das Hauptquartier ist zerstört, viele Rächer tot oder schwer verletzt. Doch die Welt braucht ein Superhelden-Team wie die Rächer – denkt sich zumindest ein alter Freund. Und plötzlich sind vier junge Helden in den Schlagzeilen.

    Zu den pubertierenden Versionen des Hulk, Caps, Thors und des Eisernen gesellen sich auch noch AntMans Tochter und Jewel. Doch die Helden sind nicht das, wonach sie aussehen. Allen voran ist es der Junge in der Rüstung des Eisernen, der seinen sehr düsteren Hintergrund offenbart: Er ist Kang der Zerstörer. Das will er aber nicht werden. „Ist das ein Zeitreise-Ding?“ fragt Jewel. Ja, ist es. Und so taucht auch der erwachsene Kang auf. Das sieht nach Ärger aus.

    Doch nicht nur aus dieser Richtung gibt es Probleme. Der echte Captain America und der echte Iron Man wollen den Nachfolgern die Leviten lesen, denn der erste Einsatz der von der Presse „Young Avengers“ getauften Gruppe hinterließ keinen guten Eindruck. Und dann wären da immer noch die Eltern der jungen Helden.

    „Young Avengers“ schüttelt ganz ohne Probleme eine neue Superheldentruppe aus dem Ärmel. Dabei bleiben einige nötige Erklärungen auf der Strecke, die der zweite Band liefern soll. Gut und düster erzählt kann dieser Comic überzeugen. Marvel hat mal wieder sein Erfolgsrezept aktualisiert. Junge Menschen mit Superkräften und alltäglichen Problemen wie Selbstzweifel und Eltern. Das funktionierte so bei der Spinne und den X-Men und ist immer noch gut. Klar geht der erste Einsatz schief und ein paar Leichen liegen auch noch im Keller – das kennt der Comic-Fan. Aber wie ein Hamburger in einer großen Fast-Food-Kette schmeckt auch dieser Comic trotz des alten Schemas noch immer verdammt lecker.

    Bei der Grafik fallen die vielen Panels in Seitenbreite auf. Ist das die Umsetzung des 16 : 9 Breitbildformats in Comic-Form? Trotz der oft nur vier Panels pro Seite wird viel Geschichte erzählt. Das neue Team spricht mal wieder die jungen Leser an. Und das funktioniert hier besser als mit den Ultimativen, denn hier sind es wirklich neue Helden und nicht alte Helden, deren Geschichte mal eben renoviert und auf jung gemacht wurde.

    Fazit:
    Solide Superheldengeschichte mit typischen Marvel-Feeling.

     
     

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