B.U.A.P.

    Von:
    Mignola / Golden / Smith / Sook
    Verlag:
    Amigo Grafik, Asperb
    Seiten:
    136
    Preis:
    € 18,-

    Veröffentlichung:
    02/2006




    Amigo ist vor allem durch seine Sin City und Hellboy Bücher bekannt. Nicht zuletzt durch die guten Filme zum Comic. Im letzten Hellboy Band hat der gutmütige Höllensohn seinen Abschied aus der um ihn herum entstandenen Welt genommen. Nun stehen Abe, Liz und der Golem alleine da. Der Hellboy-Comic ohne seinen Titelhelden? Darum heißt B.U.A.P. ja auch nicht Hellboy. Und es kommt noch schlimmer: Liz ist nämlich auch nicht mehr dabei, bleiben also nur noch Abe und der Golem übrig. Und nach der Bomben-Aktion mit dem Golem hat auch Abe keine Lust mehr auf ein geordnetes Angestelltenverhältnis.

    Ob der deutsche Johann Kraus die Lücken im Hellboy-Team schließen kann?

    In diese Situation passt der Notruf von Liz natürlich gar nicht. Aber Abe nimmt mit, was er kriegen kann. So startet das neue Team in ein Abenteuer mit uralten Maschinen, einem Nazi U-Boot (so was darf ja nicht fehlen) und einer Bedrohung für die ganze Welt – natürlich.

    B.U.A.P. liest sich flüssiger als die ersten Hellboy-Stories. Schon in „Siegerwurm“ konnte man bemerken, dass Mignola von seinen alten Hauruck Stories abgekommen ist und nun moderner erzählt. Das tut dem Lesevergnügen gut, nimmt aber etwas für Hellboy charakteristisches weg. B.U.A.P. ist eine Mischung aus gut gemachtem Superheldenteam Comic und eben Hellboy.

    Die Figur des Johann Kraus erinnert zu sehr an ERG (später Wildfire) aus der Legion der Superhelden. Ein Energiewesen, das nur durch seinen Anzug körperlich zusammengehalten wird und das sich aus diesem Anzug befreien kann, um die Gegner zu bekämpfen – für Legion-Fans eine Hommage, der Rest wird sich etwas Fantasievolleres gewünscht haben.

    Neben der Hauptstory „Hohle Erde“ bringt dieser Band noch vier weitere Stories, drei davon im Mignola Style und die „Trommeln der Toten“. Die Geschichte zeichnet Dereck Thompson. Sein dreckiger Strich und die gegen Mignola traditionelle Gestaltung der Panels ist gewöhnungsbedürftig. Und auch der Autor Brian McDonald schafft es nicht, das „Hellboy“-Feeling aufkommen zu lassen.

    Die Sketsche von Mignola und die Galerie mit Bildern deutscher Zeichner entschädigt etwas. Und wer träumt nicht von einem Hellboy Abenteuer aus der Feder von Naomi Fearn?

    Fazit:
    B.U.A.P. ist toll, nicht günstig aber preiswert, überraschend und für Hellboy-Fans ein Muss. Da sich das Storytelling in Richtung Superheldencomic ändert, sollten bisherige Hellboy-Verweigerer mal in diesen Band reinschauen.

     
     

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