Under the Glassmoon

    Mangas sind japanische Comics – das ist ein alter Hut. Jetzt kommen die Manhwa, das sijd koreanische Comics. Die haben den Mangastil aber europäische Leserichtung. Kein von hinten nach vorne also. EMA bringt mit Under the Glassmoon seinen ersten koreanischen Comic auf den Markt. Und was für einen. Hier wird alles geboten, was das Klischee Manga so hergibt. Kulleraugen, Magie, Romanzen, androgyne Jungens die direkt aus einem Shonen Ai (Homo-Manga) stammen könnten, ein Schwert wie aus X und und und. Die Liste lässt sich leider recht lang fortführen. Die Zeichnungen sind absolut spitze, aber alles wirkt seelenlos zusammengetragen. Es fehlt die eigene Note.

    Der Plot: Zwei Brüder, jeder ein mächtiger Magier, leben im London unserer Zeit. Das Mädchen von gegenüber ist in den einen verliebt, aber der andere ist in sie verliebt. Klingt kompliziert, wurde aber schon tausende mal abgenudelt. Die Story ist so solide aufgebaut, das sich mit jeder Seite die Richtung ändern kann. Neben modernen Autos laufen Leute in Rüschen rum, opulent gekleidete Damen geben sich ein Stelldichein und wenn die lustige Klauerei aus allen Generes so weitergeht, ist dieses London auf einer Raumstation, was aber keinerlei Auswirkung auf die Story haben würde, denn die ist ja ohnehin nicht wirklich da. Aber der Zielgruppe scheint es zu gefallen, wenn man den Kundenkritiken bei Amazon Glauben schenken darf.

    Fazit:
    Dann doch lieber ein paar Klassiker noch mal lesen.

     
     

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