Yoko Tsuno #23 – Die Pagode der Nebel

    Von:
    Roger Leloup
    Verlag:
    Carlsen Verlag GmbH, Hamburg
    Seiten:
    48
    Preis:
    DM 14,90

    Veröffentlichung:
    11/2001



    Yoko Tsuno hat es nicht leicht, immer wieder muss sie Abenteuer erleben. Diesmal reist die schöne Asiatin wieder in das 11. Jahrhundert, wo sie auch schon das letzte Abenteuer bestritten hat. Eine Geschichte, die Yoko von ihrer Oma erzählt bekam, lässt sie die Pagode der Nebel suchen. Also geht es mit der Raum-Zeit-Maschine, "Translator" genannt, in die Vergangenheit. Dort trifft sie auf bekannte Gesichter, was einige Probleme aus dem Wege räumt, und auf eine Karawane. Die muss durch ein von einem Feuer spuckenden Drachen bewachte Schlucht. Schutz soll ein kleines Mädchen bieten, das seltsamerweise einen mit Solarenergie betriebenen Herzschrittmacher auf der Brust trägt. So geht es in die Berge und Yoko nimmt sich des Mädchens an. Nach einigen Hindernissen erreichen die Hauptpersonen die Pagode der Nebel. Hier leben seltsame Priester, die ein für sie selbst unerklärliches Geheimnis hüten. Yoko entdeckt einen alten Roboter, dessen Programmeinheit vom Körper getrennt wurde. Die Versuche, Körper und Steuereinheit wieder zu vereinen, führen zu der Drachen-Legende und Yoko rückt die Welt mal wieder in Ordnung.

    Zeichnerisch gibt es nichts neues. Die Posen der Personen sind immer die selben. Es ist perfekt, aber man darf keine Wunder erwarten. Der Effekt ist ähnlich dem des schon oft zitierte neue Albums von "Status Quo", auf dem das Erwartete vorbildlich geliefert wird. Besonders die Natur-Szenen sind dabei wieder sehr schön gelungen.

    In puncto Geschichte gibt es dafür diesmal noch mehr unlogische Sprünge als schon im letzten Band. Die Charaktere agieren nicht plausibel, oft überhaupt nicht nachvollziehbar. Insbesondere den Hintergrund des Roboters lässt Leloup völlig im Dunklen. Vielleicht ist die Nähe zu der vineanischen Technik, die der Roboter aufweist, ein Zeichen für ein drittes Abenteuer, in dem die vielen Fragezeichen endlich aufgelöst werden. Aber für sich allein betrachtet fällt dieses Album gegenüber den Vorgängeralben deutlich ab.

    Da drängt sich der Vergleich mit einem anderen Dinosaurier der Science-Fiction-Comic-Serien auf: "Valerian und Veronique". Auch da waren die letzten Alben deutlich schlechter als die Anfänge. So krass wie bei Christin und Meziers ist der Absturz jedoch glücklicherweise nicht. Das gibt es in der schon erwähnten Musik-Branche übrigens auch immer wieder. Bei alten Bands, die ein schlechtes neues Album auf den Markt bringen, erinnert man sich gerne der alten guten Hits, spielt die neue Single vielleicht mal ab, lieber aber die Oldies - und verabschiedet sich schließlich von der Band, die fortan nur noch von den Fans in Ehren gehalten wird. Dieses Schicksal droht auch Leloup und seiner Heldin Yoko Tsuno.



    Fazit:
    "Pagode der Nebel" ist für Fans obwohl enttäuschend immerhin ein neuer Band. Wer ordentliche Abenteuer lesen möchte, sollte zu den frühen Geschichten greifen.

     
     

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